1. Einführung in AC-Antriebe (Frequenzumrichter) Im Bereich der modernen industriellen Steuerung und......
LESEN SIE MEHRA Niederspannungs-Frequenzumrichter (VFD) ist ein hochentwickeltes Leistungselektronikgerät, das die Drehzahl und das Drehmoment eines Wechselstrommotors durch Variation der Frequenz und Spannung des ihm zugeführten Stroms steuert. Diese Antriebe arbeiten typischerweise im Bereich von 230 V bis 690 V und fungieren als Vermittler zwischen der Stromversorgung und dem Motor. Durch die Umwandlung von Wechselstrom mit fester Frequenz in einen Ausgang mit variabler Frequenz ermöglicht der VFD eine präzise Steuerung mechanischer Prozesse und löst herkömmliche, ineffiziente Methoden wie mechanische Drosselung oder Starten über die Leitung.
Die primäre interne Architektur eines Niederspannungs-Frequenzumrichters besteht aus drei Hauptstufen: dem Gleichrichter, dem DC-Bus und dem Wechselrichter. Der Gleichrichter wandelt den eingehenden Wechselstrom in Gleichstrom um. der DC-Bus filtert und speichert diese Energie; und der Wechselrichter verwendet Pulsweitenmodulation (PWM), um eine Wechselstromwellenform mit der gewünschten Frequenz zu rekonstruieren. Dieses Steuerungsniveau ist für die moderne Automatisierung von entscheidender Bedeutung, da die Anpassung der Motorgeschwindigkeit an die tatsächlichen Lastanforderungen zu erheblichen Energieeinsparungen und geringerem mechanischem Verschleiß führt.
Bei der Auswahl eines Niederspannungs-Frequenzumrichters ist es der wichtigste Faktor, sicherzustellen, dass der Antrieb der auf dem Typenschild des Motors angegebenen Spannung und Volllaststromstärke (FLA) entspricht. Die meisten industriellen Anwendungen nutzen 380-V-, 460-V- oder 480-V-Systeme. Es ist von entscheidender Bedeutung, den Frequenzumrichter auf der Grundlage des Stroms (Ampere) und nicht allein auf der Grundlage der Leistung zu dimensionieren, insbesondere in hochgelegenen Umgebungen oder Zonen mit hohen Umgebungstemperaturen, in denen eine Leistungsreduzierung der Leistungselektronik erforderlich sein kann, um eine thermische Abschaltung zu verhindern.
Niederspannungsantriebe bieten je nach Komplexität der Anwendung verschiedene Steuerungsmethoden. Die V/Hz-Steuerung (Volt pro Hertz) eignet sich für einfache Lüfter und Pumpen, während die sensorlose Vektorsteuerung für Förderbänder und Mischer ein höheres Drehmoment bei niedrigen Geschwindigkeiten bietet. Für die anspruchsvollsten Anwendungen, die eine präzise Positions- oder Drehmomentsteuerung erfordern, ist die Closed-Loop-Vektorsteuerung mit Encoder-Feedback die bevorzugte Wahl.
| Anwendungstyp | Lastcharakteristik | Empfohlener Steuermodus |
| Kreiselpumpen/Lüfter | Variables Drehmoment | V/Hz-Steuerung |
| Förderer/Extruder | Konstantes Drehmoment | Sensorloser Vektor |
| Hebezeuge/Aufzüge | Hohes Anlaufdrehmoment | Closed-Loop-Vektor |
Die Integration von Niederspannungsantrieben in ein industrielles Ökosystem bietet unmittelbare Vorteile, die über die einfache Geschwindigkeitsregelung hinausgehen. Einer der wirkungsvollsten Vorteile ist die „Soft Start“-Funktion. Im Gegensatz zum Direct-On-Line-Start (DOL), der bis zu 600–800 % des Nennstroms des Motors aufnehmen kann, erhöht ein Frequenzumrichter die Frequenz von Null an, wodurch hohe Einschaltströme vermieden und der „Wasserschlag“-Effekt in Rohrleitungssystemen verringert werden.
Die ordnungsgemäße Installation ist für die Gewährleistung der Langlebigkeit eines Niederspannungs-Frequenzumrichtersystems von größter Bedeutung. Oberschwingungen und elektromagnetische Störungen (EMI) sind häufige Herausforderungen. Die Verwendung abgeschirmter VFD-zertifizierter Kabel trägt dazu bei, hochfrequentes Rauschen einzudämmen, das empfindliche Instrumente stören kann. Darüber hinaus sollten bei langen Kabelstrecken über 50 Meter Ausgangsdrosseln oder dV/dt-Filter installiert werden, um die Motorisolierung vor Spannungsspitzen durch reflektierte Wellen zu schützen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Wärmemanagement im Schaltschrank. VFDs erzeugen durch ihre Schaltkomponenten Wärme; Daher ist die Berechnung des erforderlichen Luftstroms oder die Implementierung einer Klimatisierung des Gehäuses erforderlich, um die Innentemperatur je nach Antriebsleistung unter 40 °C oder 50 °C zu halten. Eine regelmäßige Inspektion von Kühlventilatoren und Kühlkörpern verhindert einen vorzeitigen Ausfall aufgrund von Überhitzung.